Mögen die Sterne

Deine Traurigkeit hinweg nehmen,

und die Blumen

Dein Herz mit Schönheit füllen.

Möge die Hoffnung

Deine Tränen trocknen

- und vor allem -

möge die Stille Dir Kraft geben.

Verfasser unbekannt

Traumasensible Prozessbegleitung

SOMATIC EXPERIENCING®

nach Dr. Peter Levine – ein biologischer Ansatz zur Stressregulation und zur Arbeit mit Trauma

Nervensystem - Fürsorge statt Selbstoptimierung.

Wieder ins Leben finden.                             

                          Verstehen und fühlen.

                         Bewusstsein und Liebe entwickeln.

Basierend auf der Traumatherapie Somatic Experiencing, soul - based - coaching - Werkzeugen und Methoden Neurosystemischer Integration lösen sich auf behutsame Weise Anspannungs- und Stressmuster sowie tiefe Prägungen mit Überlebenscharakter. Die Arbeit ist nervensystem - orientiert, bezieht aber auch die Körpersprache (Psychosomatik) und den Verstand mit seiner Erkenntnisfähigkeit ein. Traumasensible Arbeit bezeugt und würdigt traumatisierende Erfahrungen von erlittenem Unrecht und den daraus entstandenen überlebenswichtigen Verhaltens- und Denkmustern, analysiert und vertieft diese jedoch nicht. Die Herangehensweise fokussiert das "In - Beziehung - gehen" mit allen Symptomen, Gedanken und Gefühlen, die im Prozess auftauchen. Tiefe Integration von Lebenserfahrungen und das "Neu - Anbahnen" heilsamer Veränderungen geschieht durch eine wohlwollende, sichere Beziehung zu sich selbst und allen inneren Anteilen, die endlich Mitgefühl und Versorgtsein erfahren dürfen. Schritt für Schritt wird es möglich, selbstgewählte Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, Bewusstsein und Liebe (weiter-) zu entwickeln.

 

Im Anschluss an die Prozessarbeit ist - abhängig von der Diagnose und vorhandenen Ressourcen - eine wohltuende traumasensible Körperbehandlung mit Elementen aus der Rhythmischen Einreibung und / oder sanfter Meridianarbeit und Akupressur (auf Wunsch mit naturreinen Duftessenzen) sinnvoll. Diese wirkt sich positiv auf die Körperwahrnehmung aus und unterstützt die Integration des Erlebten sowie neuer Erfahrungen auf neuronaler Ebene. Der Körper bleibt dabei bekleidet. Die Anwendung ätherischer Öle, Pflanzen - Energiesprays, Körperöle und Heilkarten kann zu Hause selbständig fortgeführt werden. Dies unterstützt die Selbstfürsorge, stabilisiert das Nervensystem und macht Freude!

 

1. Termin: 80 Minuten - 130,00 Euro

Folgetermin: 50 - 60 Minuten: 90,00 Euro

Folgetermin mit somatischer Integration: 80 Minuten - 135,00 Euro

Auswahl einer wesengemäßen CERES - Heilpflanze: 30,00 Euro

 

 

Von Trauma zu Liebe.

Und warum Sicherheit vor Liebe kommt.

Menschen, die anhaltend von körperlichen und / oder seelischen Folgen einschneidender Erlebnisse betroffen sind, haben die sichere, lebendige Verbindung zu ihrem Körper und einem Teil ihrer Gefühle aufgeben müssen - nur so lassen sich Vernachlässigung aus der Kindheit, Verlusterfahrungen wie Tod, Trennungen, Krankheit, Mobbing und existentielle Verluste ertragen und überleben. In sich selbst Sicherheit zu finden, konnte vielleicht schon in früher Kindheit nicht als stärkende und haltende Ressource etabliert werden. Im späteren Leben kann das Vorhandensein von innerer Sicherheit durch heftige Erfahrungen schwer erschüttert werden, das Vertrauen in sich selbst, andere Menschen oder das Leben an sich untergraben. Wo innere Sicherheit fehlt, kann wahrhaftige Liebe nicht empfunden werden und gedeihen. Sicherheit wird im Aussen um der Liebe willen gesucht, und so oft enttäuscht.

 

Traumasensible Prozessbegleitung als eine individuelle Reise zurück zur seelischen Unversehrtheit und Liebe braucht ein Fundament aus gefühlter innerer Sicherheit und präsenter Wieder - Verbindung mit dem Körper als Sprachrohr für das Unausgesprochene, Verwaiste, Ungelebte. Erlittene Traumata machen traurig und einsam, und sie lösen sich nicht von allein - sie erfahren Heilung und Wiederverbindung in vertrauensvoller Annahme von Unterstützung einer therapeutisch erfahrenen Bezugsperson, in traumasensibler und sicherer Prozessbegleitung. Traumafolgen  können auch nicht rein mental und analytisch  "geheilt" werden. Ganzheitliche Traumaarbeit bezieht alles Ebenen des Menschseins ein: somatisch, psychisch, energetisch und spirituell. Neue Erfahrungen werden lebendig in einem Raum von Stille und Präsenz, in dem sich die Liebe zu sich selbst, zu anderen und dem Leben wieder frei entfalten darf - ohne Angst.

 

Ein Trauma ist ein Ereignis, das unsere Schutzhülle verletzt.

Traumata sind tiefgreifende seelische Verletzungen, die unser Leben auf einschränkende Weise prägen. Trauma bedeutet übersetzt "Wunde" und geht immer mit Abspaltung vom Körper, dem natürlichen Empfinden des "ICH - BIN" und mit der Entwicklung weiterer Überlebensstrategien einher. Traumatische Ereignisse können plötzlich als Schockerfahrung  in unser Leben treten oder wiederholt, andauernd und viel zu lange vorgeburtlicher oder (früh-)kindlicher Teil unserer Lebenserfahrung sein. Sie entstehen durch unsichere Bindungsmuster, das erlebte Nicht - geliebt - werden oder Nicht - gewollt - sein, durch emotionale und körperliche Vernachlässigung in der Ursprungsfamilie.

 

Ein Trauma bedeutet immensen Stress für das Nervensystem, es wird immer als lebensbedrohlich erfahren und kann dauerhaft Gefühle von Überwältigung und Hilflosigkeit in bestimmten Situationen hinterlassen. Wichtige natürliche Impulse wie fliehen, sich wehren oder kämpfen zu können, werden gebremst und die darin enthaltene Energie bleibt in Körper und Nervensystem gebunden.

 

Dies führt zu einem inneren Zustand der Erstarrung, in dem Menschen keinen Zugang  mehr zu ihrer Lebenskraft und zur Fülle ihrer Gefühle haben: Funktionieren ersetzt die ursprüngliche Lebendigkeit, die sich natürlicherweise optimal den Herausforderungen des Lebens anpassen kann.

 

Traumatisierende Ereignisse haben vielerlei Gestalt.

Als Schocktraumata gelten z. B. Unfälle, Stürze, Operationen, medizinische Eingriffe und Narkosen, schwere Geburten, plötzliche Trennungen oder Todesfälle, Gewalterfahrungen und sexuelle Übergriffe.

 

Werden die im Nervensystem gehaltenen Energien nicht gelöst, reagiert der Körper als würde die Bedrohung weiter bestehen, z. B. in  Form eines posttraumatischen Belastungssyndroms mit einer für den Betroffenen verwirrenden und beängstigenden Anzahl unerklärlicher Symptome: Unruhe, Ängste und Panikgefühle, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen bis hin zu depressiven Zuständen oder chronischen Schmerzen. Schocktraumata, die nicht verarbeitet werden können, können auch noch nach Jahren in eine Posttraumatische Belastungsstörung münden, vor allem dann, wenn der Biografie ein Entwicklungstrauma zugrunde liegt.

 

Gefühle im Fluss.

Langes Leiden, vielleicht ohne Hoffnung auf Besserung, betrifft Menschen mit einem entwicklungstraumatischen Hintergrund aus der frühen Kindheit, eine Zeit in der es für die erlittenen Ereignisse noch keine Sprache gab.  In dieser Zeit  werden uns die wesentlichen Grundlagen für ein erfülltes Leben praktisch in die Wiege gelegt: die Erfahrung von Verlässlichkeit und Sicherheit, eine fürsorgliche und liebevolle Bindung zu den Bezugspersonen und die adäquate Spiegelung der kindlichen Gefühle und seines Verhaltens sind der Urgrund auf dem unser Leben gesund gedeihen kann. Es läuft nicht immer so gut, und frühe Wunden können einen langen Schatten auf das Leben mancher Menschen werfen.

 

Kinder, die permanent, vielleicht schon in der Schwangerschaft, mit dem Stress der Eltern geflutet werden, die in Angst, Unsicherheit und Überforderung aufwachsen, fühlen sich als Erwachsene dem Leben oft nicht gewachsen. Sie sind abgeschnitten von ihren inneren Ressourcen und haben wenig Zugang zu ihren Bedürfnissen - sie lernen früh, sich anzupassen und werden zu den freundlichsten Menschen unserer Gesellschaft. Sie vergessen sich selbst, und davon kann man schwer krank werden. Krebserkrankungen z. B. werden mit einer ungesunden Überanpassung an die Bedürfnisse anderer in Zusammenhang gebracht.

 

Das Leiden verkleidet sich als Erschöpfung, Verspannungen und chronische Schmerzen. Damit einhergehende Gefühle können ständige Unzufriedenheit, Sinnlosigkeit und Einsamkeit sein. Unerklärliche Schuldgefühle, "irgendwie falsch oder anders zu sein",  das Gefühl nie gut genug zu sein und es trotz größter Anstrengungen doch nicht zu schaffen, ständig in Therapie zu sein, ohne dass sich  wirklich etwas verändert, Sprachlosigkeit oder impulsives Verhalten in Beziehungen, können auf eine leidvoll erfahrene Kindheit hindeuten - könnte das auf Sie zutreffen oder wird es Ihnen erst jetzt bewusst?

 

Die Ahnen – transgenerationale Wunden.

Traumata werden auch von Generation zu Generation weitergegeben. Die meisten Menschen fühlen die fremden Traumagefühle im eigenen Inneren, sie wissen intuitiv, dass unbegründete Ängste (z. B. aus der Vergangenheit kriegstraumatisierter Eltern und Großeltern), nicht kontrollierbare Verhaltensweisen oder Beziehungsprobleme ihre Ursache weder in der Kindheit noch im Erwachsenenleben zu finden sind.  Das "Fremdheitsgefühl" ist deutlich und sollte als solches unter dem Aspekt vererbter (epigenetischer) Ursachen nicht psychologisch zum Eigenen erklärt und wegtherapiert werden, sondern behutsam traumatherapeutisch oder mit der ECHO - Ahnenarbeit  aufgelöst werden.

 

Schrecken gibt es seit Anbeginn der Zeit, bereits in den alten Mythologien und in Märchen werden sie beschrieben. Bezeichnend darin aber ist, dass in allem schrecklich Erfahrenen das Potential des Wandels und der Heilung enthalten ist. Nach einer traumatischen Erfahrung ist man nicht mehr der oder die  Alte, die Zeitrechnung verschiebt sich in "vorher" und "nachher".  Je nach Anpassungsfähigkeit und Ressourcen kann ein Mensch dies mehr oder weniger gut überleben und die stärkste Resilienz (Widerstandskraft) ist hier die Bindung.

 

Kriege, Flucht und Vertreibungen jedoch zerstören gewachsene Bindungen und reißen tiefe Löcher in ein familiäres Netz. Traumaenergien sind in gewisser Weise "ansteckend", weil alle Familienmitglieder in dieser z. T. unausgesprochenen Atmosphäre leben. Kinder und Enkel leiden unter dem seltsamen Gefühl von Heimatlosigkeit, fürchten sich extrem vor Krankheit und Tod, Beziehungen sind nicht beglückend oder werden gar nicht erst eingegangen.

 

In der Familiengeschichte können sich Biografien ohne erkennbaren Grund wiederholen, z. B. bestimmte Krankheiten, Fehlgeburten oder Verluste. Eine transgenerationale Traumafolge trägt die Merkmale früher Traumatisierung: diese Menschen sind hoch belastbar, spüren ihre Grenzen aber nicht, wenn es genug ist. Entspannung ist kaum möglich und es besteht die Gefahr eines burn - outs. 


Wie Somatic Experiencing® (SE) arbeitet.

Bei einem Trauma handelt es sich um eine komplexe Reaktion, die gleichermaßen im Körper, in der Psyche und im Nervensystem stattfindet. Somatic Experiencing entsteht im Gespräch und arbeitet weniger mit den Ursachen des Traumas und den Geschichten, die dazu erzählt werden als vielmehr mit der Reaktion des Körpers darauf. Über die Körperempfindungen und den körperlichen Ausdruck ist es möglich, ohne Inhalt und Erinnerung zu arbeiten. Eine Re-Traumatisierung wird vermieden, indem die im Nervensystem gebundene Energie schrittweise zur Entladung kommt.

Jedes Trauma braucht ein Gegengewicht, etwas was den Klienten befähigt mit seiner Erfahrung umzugehen. Wer ein traumatisches Ereignis überlebt, konnte in dem überwältigenden Moment auf eine rettende innere Ressource zurückgreifen, z. B. auf seinen Lebenswillen, Vertrauen in eine unterstützende Kraft oder eine andere individuelle Eigenschaft.  Wesentliche Elemente im Heilungsprozess sind die Bildung von Ressourcen, insbesondere derer, die während der ursprünglichen Situation fehlten. Der Klient wird in seiner Gesamtheit von Körperempfindungen, Verhaltensweisen, Gefühlen, Gedanken, Bildern und Bewegungsimpulsen in diesen Prozess mit einbezogen. Auf diese Weise entsteht mehr Sicherheit im eigenen Körper und der entstehende innere Rhythmus löst die Erstarrung eher fließend: dies erst ermöglicht eine Annäherung an das zugrunde liegende Trauma.

 

Somatic Experiencing® befähigt das Nervensystem des Klienten darin, wieder zu einer verläßlichen Selbstregulation zurück zu finden. Dies unterstützt ihn darin, zwischen seinen Ressourcen und der im Nervensystem gebundenen Überlebensenergie hin und her pendeln zu können. Unvollständig gebliebene Körperreaktionen können gefahrlos vervollständigt und zu Ende gebracht werden, indem die zuvor blockierte Lebensenergie mobilisiert wird und auf natürliche Weise wieder in Fluss kommen kann. Die Veränderung erfolgt bewusst in kleinen Schritten, damit das Körpersystem sie auf allen Ebenen dauerhaft integrieren kann und sich auch die mit dem Trauma verbundenen Symptome lösen können.

 

Durch Somatic Experiencing® können wir aus einem Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht herausfinden, hin zu mehr Handlungsfähigkeit, Lebensfreude und Kreativität. Es entsteht Raum für mehr innere und äußere Präsenz, für Stille und Frieden.

 

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Martina Karschner

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